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Herzlich Willkommen in der Rattenfängerstadt Korneuburg!
Historisch bedeutend, lebendig, blühend und innovativ - die Bezirkshauptstadt vor den Toren
Wiens und an der Schwelle zum Weinviertel hat viele Facetten. Hier lässt es sich angenehm
wohnen, leben, arbeiten, einkaufen, relaxen und sogar äußerst stimmungsvoll heiraten.
Weg B Zur Donau
Vom Rathaus zur Donau
Treffpunkt Rattenfängerbrunnen
Wir treffen uns beim Rattenfängerbrunnen, wenden uns dem Landesgericht zu,
überqueren die Wienerstraße und stehen vor dem Haus Wienerstraße 2 /
Donaustraße 2. Diese Haus war bis zum großen Stadtbrand von 1417 das Rathaus.
Bürgermeister Niklas Engelgershauser verlegte es schließlich in die linke Hälfte des
Landesgerichtes, damals eine Pilgerherberge.
Die Donaustraße
war eine der bedeutendsten Geschäftsstraßen unserer Stadt: Mehrere Schuster
hatten hier ihre Werkstadt; Friseure, Gemischtwarenhändler, Fleischhauer und der
Gasthof "Schwarzer Adler" im Haus Nr. 21. Noch jetzt sieht man bei Bauarbeiten, bei
denen die Fassade abgeschlagen wird, dass die Häuser dieser Straße durch
Kriegseinwirkungen im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt wurden. Bei der
Belagerung Korneuburgs 1946 durch die kaiserlichen Truppen unter General
Puchheim wurde dieses Gebiet fast völlig zerstört.
Schifftor
An der Stelle der Villen Nr. 29 und 32 stand früher das Schifftor. Es war übrigens
Anlass zur ersten Bürgerbewegung Korneuburgs, die dessen Abbruch im Jahr 1877
verhindern wollte. Wir unterqueren die Schnellbahn und kommen nun in jenen
Stadtteil, der bis zur Erbauung der Autobahn Überschwemmungsgebiet war.
Wasserturm
Auf der linken Seite befindet sich ein Wasserturm. Er diente zu Wasserversorgung
des Genesungslagers für verwundete Soldaten des Ersten Weltkrieges, die auf dem
Gebiet der heutigen Schrebergärten in Baracken untergebracht waren. Die
Donaustraße hieß einst Holz-Gstetten-Weg und führte zum heutigen Ausstreifplatz
an der Donau, wo einst die Flöße landeten und Bauholz die Donau abwärts
brachten.
Raaberkreuz
Nach der Autobahnunterführung stehen wir vor einem Raaberkreuz. Diese Kreuze
wurden auf Wunsch des Kaisers errichtet und erinnern an die Befreiung von Raab
(Györ) aus der Hand der Osmanen im Jahre 1598.
Ehemalige Schiffswerft
Die ehemalige Schiffswerft wurde 1852 von der DDSG, der damals weltgrößten
Reederei, als Winter- und Reparaturhafen errichtet. Sie war zwar nicht sehr groß,
hatte aber bis 1880 sogar ein eigenes kleines Spital. Nach dem Untergang der
Monarchie verlor die DDSG die wichtigsten Werften in Ungarn, wodurch die
Bedeutung der Korneuburger Werft und deren Beschäftigungsstand wesentlich
stiegen. Neben formschönen Passagierschiffen wurden auch Schwimmkräne, Zug-
und Schubschiffe, Fischdampfer und sogar Hochseeschiffe gebaut.
Alte Werft - Blue Danube Park
1991 wurde die Werft privatisiert und 1994 endgültig geschlossen. Danach wurden
auf dem Areal ein Gründer- und Innovationszentrum sowie ein Kulturbezirk
eingerichtet. Seither hat sich hier ein viel versprechender Kulturschwerpunkt
entwickelt. Seit mehreren Jahren wird der Backsteinbau neben der Slipanlage, die
so genannte Kulturhalle, mit großem Erfolg vom alljährlich stattfindenden
Niederösterreichischen Donaufestival (7a) bespielt, da sich das technische
Ambiente der Alten Werft besonders für die Avantgarde hervorragend eignet. Gleich
bei der Einfahrt in den Werftarm liegt die Korneuburger Schiffsanlegestelle und
daneben eine Museumswerft für historische Schiffe.
Rollfähre
Ein schöner Spaziergang donauabwärts führt zur Rollfähre Korneuburg -
Klosterneuburg. Sie wurde 1894 als "Fliegende Brücke" eröffnet und 1935 zur
Rollfähre umgestaltet. Seit 1994 ist sie in Privatbesitz und wird gerne zu einer
nostalgischen Tour über die Donau in Anspruch genommen.
MSC-Danubia
ist ein Sportboothafen mit allem was ein Bootstourist benötigt. Strom und Wasser
am Steg, Ein Grillplatz an der Donau und im Clubhaus gibt's WC und Duschen. Für
Notfälle kann der Kran 4,5t heben. Leider sind wir durch die Hafenbreite für Boote
bis max. 10m begrenzt. Gästeplätze kosten 11€/Tag. Um eine Telefonische
Ankündigung wird gebeten, da nicht immer jemand anwesend ist.
Bahnhof Korneuburg
Vom Bootsklub sind es ca. 12 min. zum gehen und man ist in 20 min im Zentrum
von Wien. Die Schnellbahn hat auch ein Abteil für Fahrräder und das Radnetz in
der Wiener-City ist gut ausgebaut.
Korneuburg hat
knapp 13.000
Einwohner.
Das Stadtgebiet
umfasst eine Fläche
von 9,7 km², davon
2,2 km² Auwald.